Über den Mythos der Allwissenheit Gottes.


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Grundlegende Klärungen:
Sind Medien schizophren?
oder sind sie Betrüger?
Ist Gott wirklich allwissend?

Fragen und Antworten:
Saturn u.a. fake news bei Lorber
Hitler, Holocaust u. Sex bei Walsch
Patriarchate, Emanzen, Abtreibung ua. bei Lebenswinke
Gericht u. ewige Hölle bei Dudde
Endzeitkatastrophen bei Lebensrat
Ein tolles Buch mit Fehlern: Greber
Religiöse Sektierer um Frau Wittek
Ziellose Reinkarnationen bei Quelle
Fake news zu Jesus u. Gott: Seth
Gibt es ein Karmagesetz?
Satan, Luzifer und ewige Hölle?

Briefkasten für Fragen u. Kritik

Wertvolle Offenbarungen:
Aus Liebe zu Gott
Bertha Dudde
Lebensrat-Gottes
Wittek: Mysterienschule, Emanuel
Walsch: "Gespräche mit Gott" ua.


In den Neuoffenbarungen seit Lorber erscheinen weltliche Auskünfte und Ratschläge zuweilen irritierend und unglaubwürdig. Gott und Christus vertreten zuweilen fragwürdige Meinungen oder machen völlig falsche Angaben.
Die Anhänger dieser Offenbarungen sagen dann, man müsse das mit frommem Herzen aufnehmen, der Verstand sei in himmlischen Fragen hinderlich, man (der Kritiker) sei geistig noch nicht weit genug entwickelt.
Mir bereiten solche Widersprüche große Probleme, denn in meiner Vorstellung sagen Gott und Christus immer nur Wahres und Richtiges.
Offensichtlich sagt Gott aber auch Falsches, und das zu verstehen ist ungemein wichtig!

Denn Glauben bedeutet für wahr halten. Wie kann offensichtlich Falsches wahr sein?
Die christliche Theologie erfand hierfür die trotzige Formel: „Credo quia absurdum est - ich glaube weil es unvernüftig ist“: Unser Verstand gilt nur auf der Erde, Gottes Vernunft ist höher als unsere Vernunft. Aber was heißt höher? Die heute offenbarten geistigen Informationen sind mit unserer Vernunft recht gut zu verstehen (s. Buch zur Webseite). Und sogar für Jesu Auferstehung und Erscheinungen gibt es supraphysikalische Erklärungsmodelle (s. hier). Warum verkündet Gott bei Lorber ua. ausgerechnet bei weltlichen Fragen Unsinn?

Ist es vielleicht garnicht Gott, der da spricht? Oder fantasiert das Medium? Wann können wir dem Medium glauben und wann nicht? Sind alle Offenbarungen nur Lüge oder Fantasie? Ich meine Nein. Die beiden Links zeigen meine Gründe. Trotzdem aber sagen Medien nicht immer die Wahrheit!

Leider hat jede Offenbarung ihre Anhänger, ihren Fan-Club. So erzeugt dieses Problem statt Liebe eher Streit und gegenseitige Missbilligung.
Ich kenne zwei Möglichkeiten, das Problem zu verstehen.

1. Vom Einfluss der Medien

Offenbarungen verwenden generell Weltbild, Denkweisen und Wortschatz ihrer Medien und sprechen damit zu einer bestimmten Zielgruppe.
Denn Geistwesen wollen verstanden werden, sie wollen Menschen berühren. Und ein Medium kann nicht eine Botschaft durchgeben, die seinem Denken und Fühlen widerspricht (sagt Christus).

Hierzu erklärt Christus bei Wittek: „Manche mediale Menschen vernehmen nur Nebenströme meines Geistes. Durch diese nicht immer vollkommen gereinigten Nebenkanäle gebe Ich einem solchen Menschen Belehrungen nur von allgemeiner Art. Sie können vom Empfänger oftmals nicht rein aufgenommen werden, da des Menschen Gehirnmasse noch nicht ausreichend von den irdischen Eindrücken und Gepflogenheiten gereinigt ist.“.
Ähnlich sagt Gott in Lebenswinke 2009-04-13: „So war es auch mit Bertha Dudde geschehen, dass sie in vielen Wiederholungen eigentlich nur mehr aus ihrem Gedächtnis Worte und Kundgaben generierte, die mehr aus der luziferischen Sphäre als von Mir Selbst stammten.“
Das erklärt z.B. den medizinischen Unsinn bei Uriella/Fiat Lux, die Überbetonung des Weltuntergangs bei Dudde, die Arroganz der Wittek-Texte ab der Gründung der Sekte UL uam.

2009-04-13 geht aber noch weiter: „So geht es vielen anderen, ja den meisten, die glauben, daß sie sich im Herzen mit Mir besprächen und dann doch nur in ihrem Verstande der Einsprache von Luzifer in sich Raum geben.“
Das erklärt Aussagen bei Lorber wie z.B.: „Ein Jude ist vollkommen ein Schwein, wie zum Anpissen.“ Da sprach offensichtlich ein luziferischer Geist.
Ein bekanntes Medium sagt aus Erfahrung: Medien sind je nach Stimmung für sehr verschiedene Geistwesen empfänglich. Sogar Jesus wurde vom Satan versucht (Matth. 4,1-11). Frau Wittek erhielt die Warnung: „Sobald der Mensch neugierig wird, zieht er durch diese Energie Seelen aus verschiedenen Bereichen an. Aus diesen können ihn dann auch niedere Wesen beeinflussen. Sofern der Mensch labil ist, kann er sogar durch solche Wesen besessen werden. Richte dich nur auf das höchste Licht aus.“
Auch Paulus kannte das Problem: „Deshalb erkläre ich euch, dass niemand, der durch einen heiligen Geist redet, sagen kann: Verflucht sei Christus, und kein anderer zu sagen vermag: Jesus ist der Herr.“ 1.Kor.12

Hätte Lorber diese Regeln gekannt, hätte er manche Texte nicht geschrieben.

2. Vom Einfluss der Welt

These: In weltlichen Fragen orientiert sich Gott an den Gedanken der Medien,
oder an den Gedanken anderer zeitgenössischer Menschen über die (Akasha-)Chronik.

Die Monde des Saturn

Beispiel: Bei Lorber 1840 nennt Gott 7 Saturnmonde. Das war Stand der Astronomie laut den Planetenvorlesungen des Astronomen Arago. Der 8. Mond wurde erst 1848 erkannt (Wikipedia). Warum sollte ein luziferischer Geist etwas Wahres verkünden? Also gilt:

Offensichtlich verkündet Gott über Lorber Menschenwissen von 1840.

Das gilt auch für viele andere aus unserer Sicht lachhaft falsche Aussagen bei Lorber z.B. über Auswirkungen der Sonnenflecken auf das Klima der Erde, über die Entstehung der Alpenseen, das Wesen der Elektrizität, den Vogelflug uam. Das ist Menschenwissen von 1840. Die Eiszeit war damals noch nicht bekannt, die Gesetzmäßigkeiten der Elektrizität jedoch schon. Alle bei Lorber angesprochenen Themen beschäftigten die Menschen um 1840 sehr intensiv. Es gab allgemein großes Ineresse an naturwissenschaftlichen Themen.

Wäre Gott allwissend, dann würde er die Sonne, die Erde, ihre Entwicklung und ihr Zusammenspiel aus eigener Anschauung und eigener Erfahrung kennen. So stellen wir uns Gott vor. Er würde von der Eiszeit erzählen, die wir noch nicht kennen; er würde Monde richtig und im Dezimalsystem zählen und wissen, dass Asteroiden nicht gezählt werden dürfen; er wäre in Vögeln mitgeflogen um das Fliegen zu studieren; er würde Elektronen beobachten und ihre elektrischen und magnetischen Felder erfühlen usw. Oder er hätte für alles das seine geistigen Wissenschaftler.
Warum aber dann nicht gleich menschliche Wissenschaftler?!

Also: Gott kennt das alles nicht, weil es um 1840 noch nicht Stand des Wissens um Lorber war. Statt dessen zitiert er damalige menschlichen Meinungen, bei der Elektrizität leider nicht die von Faraday und Maxwell sondern die eines obskuren Fliegenforschers. Offensichtlich kann Gott in der Chronik auch nicht erkennen, welche Meinungen damals falsch oder richtig waren, oder wie falsch sie aus unserer heutigen Sicht sind. Wie sollte das auch möglich sein?

Der Saturn bei Lorber und Dudde

Dann beschreibt Gott bei Lorber den Saturn genau: „Sehet also seine Oberfläche - der größte Teil ist Wasser - es gibt Schnee und Eis - die Mittelzone ist bewohnbar - es gibt Bäume, Früchte, Tiere“. Der Saturn ist aber ein Gas-Planet!

Aufklärung finden wir 100 Jahre später in Bertha Duddes Text 1008, der erstaunlicherweise ebenfalls den Saturn betrifft. Gott sagt hier ausdrücklich, dass wir den Saturn „niemals selbst erforschen können“, denn das sei „Aufgabe eines diesen bewohnenden höheren geistigen Wesens“, dass „die Menschen für den Umfang des Saturns keinen Maßstab haben und dass „der Grundstoff dieses Gestirns mit dem der Erde nicht übereinstimmt.“ Darf ich vermuten, dass Gott aus den Problemen der Lorber-Gemeinde gelernt hat und das nun wieder gut machen möchte?

Leider sprechen die Lorber- und Dudde-Fans nicht miteinander, sie streiten lieber.
Daraus lerne ich: Einzelne Offenbarungen absolut zu setzen erzeugt Geringschätzung und Selbstherrlichkeit. Schließlich geben sich Gott und Christus heute große Mühe, viele Offenbarungen zu erzeugen.

Also muss man auch viele Offenbarungen lesen, kennen und verstehen,
man muss mit dem Verstand das Allgemeingültige erkennen,
und dann Herz und Gefühl daran orientieren.

Gott beschreibt bei Lorber nicht den materiellen Gasplaneten, sondern einen zum Saturn ortsgleichen immateriellen Parallelplaneten mit anderen physikalischen Parametern. Das kennen wir auch aus medialen Berichten von der Erde. Sie ist ebenfalls in eine immaterielle Parallelerde eingebettet, in der sich die Seelen erdgebundener Verstorbener aufhalten. Und in anderen planetarischen Parallelwelten existieren als Außerirdische bekannte Seelen (s. hier).

3. Von den Schranken der Wahrnehmung

Aber warum ist das so? Warum kann Gott nicht selbst Alpenseen, Elektrizität und Vogelflug erforschen? Und warum kann er die Geistsphäre des Saturn genau beschreiben, jedoch seine materiellen Monde nicht zählen? Hierzu diktiert Gott weiter: „Geistig gibt es keine Schranken, die einen Weltkörper vom andern trennen. Der weite Raum zwischen zwei Weltkörpern ist kein Hindernis, dass sich geistige Wesen miteinander verständigen können ...“
Der geistige Gott kennt demnach die immaterielle Sphäre des Saturn aus eigener Anschauung, aber „Schranken“ trennen die materiellen, weltlichen Sichten von den geistigen Wesen.

Das kann man physikalisch begründen. Wir forschen mit unseren materiellen Augen und mit materiellen Messinstrumenten. Die heute offenbarte geistige Physik kennt andere Energiearten und wesentlich kleinere Elementarteilchen (s. hier). Davon ist bei Dudde und Lebensrat-Gottes sowie bei indischen Yogis (z.B. Yogananda) die Rede. Ihre Verklumpungen (Christus: Einhüllungen) mittels geistiger Kräfte erzeugen die materiellen Elementarteilchen. Matthaei hat das mit Hilfe der geistigen Welt akribisch genau erforscht und beschrieben (s. Buch zur Webseite). Das kann Materialisierungen, z.B Jesu Auferstehung und Erscheinungen, die Vision des Paulus vor Damaskus, geistige Heilungen, mediale Durchgaben, unsere immaterielle Seele uvam. erklären.

Geistige Sinnesorgane sind schlicht blind für die grobe materielle Welt - so wie unsere Sinnesorgane die feinen geistigen Welten nicht wahrnehmen können. Erst durch gemeinsame menschlich-geistige Experimente und Theoriebildungen wie die von Matthaei können wir die Zusammenhänge erklären.

All unser weltliches Wissen kann Gott nur durch Teilhabe an unserem Denken kennen.
Er kann die Gedanken des Mediums lesen und sich zu eigen machen, und er kann die Chroniken lesen, d.s. die Speicher unseres Wissens und Denkens. Da unser Wissen und Denken oft falsch ist, steht in der Chronik auch jeder Mist. Wie sollte Gott das unterscheiden können? Das absurde vorwissenschaftliche Pseudowissen bei Lorber beweist: Gott kann es nicht!

Warum erkennt Gott nicht die Probleme seiner Botschaften?

Warum bleiben der Geistigen Welt die Probleme bei Lorber (s. hier) oder Wittek mit der aggressiven Sekte UL u.a. verborgen? Wo doch Lebensrat-Gottes, Walsch oder die frühen Wittek-Offenbarungen Mysterienschule und Emanuel so klar und vernünftig sind?

Dafür habe ich nur ein paar schwache Erklärungen. Gott findet diese Gedanken in einem frommen, bescheidenen und gottesfürchtigen Medium und nimmt dessen Ausstrahlung als Garantie für die Angemessenheit und Güte seiner Gedanken.
Und im Saturn-Text Sa.01_001,13 erklärt Gott: „Ich möchte beim Leser einen frommen und dankbaren Sinn entwickeln - Durch diese Offenbarung werdet ihr den Saturn von einer so großartigen Seite kennen lernen, dass ihr euch darüber kaum werdet zu atmen getrauen. Ja, Ich sage euch, machet euch nur auf sehr Großes gefasst und bereitet euer Gemüt vor! Wo so große Dinge von Mir geoffenbart werden, da gehören auch große Gemüter dazu, um das Große zu fassen und zu würdigen. Und dann werdet ihr ein wenig einzusehen anfangen, was die Stelle im Evangelium besagt, die da heißt: »Keines Menschen Auge hat es gesehen, keines Menschen Ohr gehört, und noch nie ist es in eines Menschen Herz und Sinn gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.“ Leider sagte Gott nicht ausdrücklich, dass es sich um den geistig-himmlischen Saturn handelt - obwohl es eigentlich auch aus diesem Text zu erkennen ist: Der himmlische Saturn ist nur für diejenigen "die Gott lieben".
Mit dieser Begeisterung übermittelte Christus dem Lorber dann auch die vielen falschen irdischen 'Erklärungen'.

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Man braucht keine Offenbarungen, um ein nächstenliebevolles Leben zu führen.
Gott will aber, dass wir auch die Hintergründe, den „Sinn des Lebens“ aus seiner Sicht kennen.
Dazu zitiere ich acht Offenbarungen und viele Erfahrungen im Buch Über Seele und Gott.
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