Das quantenphysikalische Modell für Seele, Hirn und Welt




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Eine der wichtigsten Fragen der Esoterik betrifft das Zusammenwirken von materiellem Hirn bzw. Körper und immaterieller Seele. Das quantenphysikalische Modell wird zwar begeistert zitiert, aber auch ernsthaft kritisiert.

Das Modell bezieht sich auf die fremdartigen und mysteriösen Effekte der Quantenphysik, die sogenannten Quantenmysterien. Auf der Seite Physik werden diese Effekte erklärt, hier verzichte ich deshalb auf Erklärungen. Beispiele:
- das EPR-Phänomen (die Verbundenheit zweier Quanten über große Entfernungen hinweg) könnte Phänomene des Hellsehens, Gedankenlesens oder Wunderheilungen erklären,
- der Tunneleffekt könnte Dislokationen und Teleportationen erklären,
- akausale Zufälligkeiten könnten Gedankensprüngen und Intuitionen zugrunde liegen,
- Die quantische "Potentialität" (die Teilchen sind nicht greifbar, sind irgendwo und irgendwie) ermöglicht vielerlei Spekulationen, z.B.
. die Ganzheiten des subjektiven Erlebens könnten hier vorgeprägt sein,
. in einer Hyperwelt bzw. weiteren Raumdimensionen könnten sich wesentliche geistige Prozesse abspielen, die über ihre Aktualisierung unserer Alltagswelt verändern könnten.
Dies sind in etwa die Vorstellungen des Quantenphysikers Prof. H.P. Dürr. Sie haben Gewicht, denn Dürr ist ein geachteter Physiker.

Es gibt trotzdem ernsthafte Kritik:
- Das EPR-Phänomen betrifft nur einzelne verschränkte Quantenpaare. Diese Verschränkungen sind absolut und 100%, sie bilden ein Gesamtsystem. Für die o.g. Beispiele mit komplexen Dingen sind sie reine Fantasie. Auch wüsste man nicht, wie die Verschränkungen nur durch Willensakte entstehen und sich wieder auflösen könnten.
Ähnlich ungeeignet für entfernte Verbindungsphänomene sind die Tunneleffekte, weil sie nur in unmittelbarster Umgebung von Atomen mit einzelnen Quanten entstehen.
- Objektstrukturen für Ganzheiten in der Potentialität, z.B. potentielle Bäume oder Hunde, sind reine Fantasie, auch wenn sie von einem Quantenphysiker spekuliert werden. Nicht einmal die Aktualisierung einzelner Moleküle erscheint realistisch. Abgesehen davon, dass jede Ganzheit anders und aus eigener Bestimmung heraus gewachsen ist.
- Dürrs noch weitergehende taoistische Extrapolation in eine Überpotentialität des Namenlosen in 4-5 Dimensionen, die wiederum die Übergangs- und andere quantische Wahrscheinlichkeiten steuern könnte, ist weit überzogene Spekulation, reine Fantasie. Die Thesen Dürrs sind – bei allem Respekt vor einem fachlich anerkannten und erfolgreichen Quantenphysiker – quantenmystisches Wunschdenken. Für die fachliche Weiterbearbeitung des Leib-Geist-Problems sind sie ungeeignet. Leider hat Dürr begeisterte Leser wie z.B. Dr. Hollerbach („Der Quantencode"). Aber Beifall alleine hilft nicht.

Wichtig ist, auf gut bezeugte und dokumenierte Erfahrungen aufzubauen wie z.B. hier: Mirabelli). Daran muss sich die Erklärungskraft von Modellen messen lassen. Die meist nur in atomaren Mikroprozessen wirkenden Quantenmysterien reichen dazu bei weitem nicht aus.

Mehr dazu im Buch Über Seele und Gott, Hinweise oder Kritik bitte hier.