Religion und Naturwissenschaft





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Die Frage nach Transzendenz.

Seit etwa 200 Jahren driften Religion und Naturwissenschaft auseinander. Immer mehr Naturwissenschaftler vertreten die Meinung, daß alles, was außer- und innerhalb des Menschen geschieht, ausschließlich materielle Ursachen habe, und daß diese Ursache-Wirkungsketten letztlich alle gemeinsam auf den Urknall zurück gehen. Eine eigenständig-immaterielle Seele kann es in diesem Weltbild nicht geben, von transzendenten oder gar göttlichen Wirkungen ganz zu schweigen.

Diesem Weltbild hat sich die protestantische Kirche durch die sogenannte Ganztodtheologie (s. "Theologie") und durch eine ähnlich radikale wissenschaftliche Bibelkritik weitgehend gebeugt. Das gängige Konzept "die Wissenschaft beschäftigt sich mit Fakten und die Religion mit Bedeutungen" macht aus Religion eine Lebensphilosophie, eine "Frohe Botschaft für ein gutes Leben". Konkrete Glaubensinhalte wie der Glaube an die immaterielle Seele, ein Jenseits, ein Leben nach dem Tod uäm. sind weitgehend verschwunden oder können von wissenschaftlich-rational geprägten Menschen allein als biblische Hoffnung nicht mehr geglaubt werden. Die Religionen haben ihre einstmals überzeugende Transzendenz, d.h. das "Durchscheinen" einer anderen Wirklichkeit in unsere Welt hinein, verloren. Doch ohne echte Transzendenz entartet Religion zu philosophisch-literarischer Lebenshilfe, wird "Gottes Wirken" zu Fantasie, Aberglaube oder Autosuggestion.

Die Frage nach transzendenten Phänomenen - also nach Phänomenen, durch die nicht-materielle Ursachen und verursachende Faktoren "hindurchschimmern" - ist, wie alle Fragen nach den Ursachen von Phänomenen, eine naturwissenschaftliche Frage. Ob es erklärende Theorien gibt oder nicht, ist zunächst sekundär. Welche Arten von Phänomenen bieten sich an?

Urknall und Feinabstimmung
In der Astrophysik bietet sich der Urknall an. Die sogenannte Feinabstimmung der Naturkonstanten zur Zeit des Urknalls ist beeindruckend und wird von Vielen als starkes Indiz für einen Schöpfergott betrachtet. Das führt allerdings nicht weit, denn ein Schöpfergott, der nur einmal vor 16 Milliarden Jahren möglicherweise gewirkt hat, also ein sogenannter Uhrmachergott, kann uns heutigen Menschen ziemlich gleichgültig sein.

Quantenphysik und Bewußtsein
In der Quantenphysik wirken der Doppelspaltversuch von Young und das EPR-Experiment sehr irritierend. Noch mehr das von Wolfgang Pauli entdeckte Ausschlussprinzip (s. "Physik"). Jede an alltäglicher Erfahrung orientierte Ursache-Wirkungsvorstellung findet hier ihre Grenzen, weil unser Bewußtsein als beobachtender Mitschöpfer der Realität nicht aus den Experimenten entfernt werden kann. Möchte man das Wesen der Welt verstehen, dann kann man an diesen beiden Experimenten und am Pauli-Prinzip nicht vorüber gehen. Sie zeigen uns nämlich, daß unser Verstehen klare Grenzen hat, und daß das, was wir zu verstehen meinen, nur ein Teil der Welt ist. Die Monisten und Materialisten unter den Physikern betreiben heute die Quantenphysik rein pragmatisch und hinterfragen nicht mehr ihre Prinzipien und Symmetrien.

Intelligent Design
In der Biologie ist die Frage nach einem intelligenten Designer (ID) in fundamental-religiösen Gruppen hochaktuell. Hinter dieser Frage steht der kindlich-naive Wunsch, die Bibel als ein Wahrheitsbuch zu beweisen. Andererseits jedoch deuten die in dieser Webseite behandelten mystisch-medialen Phänomene darauf hin, daß unsere Körper und Hirne eine von Gott gewollte besondere Spezies darzustellen scheinen. Die These des Quantenchemikers Lothar Schäfer (s. "Physik") zu quantenphysikalischen Mechanismen, die die Evolution als Kette von Begünstigungen statt von Irrtümern darstellt, ist faszinierend. Allerdings ist dabei nicht direkt ein persönlicher Gott erkennbar, wie es die Vertreter von ID gerne hätten. Aber dafür gibt es ja andere Quellen, z.B. die Offenbarungen "Gespräche mit Gott" über N. D. Walsch. Die Versuche von ID, das Wirken eines göttlichen Geistes durch besondere Mutationssprünge nachzuweisen, sind jedenfalls nicht überzeugend.

Geistiges Heilen
In der Medizin wird Transzendenz schon gewichtiger, wenn wir an das geistige Heilen denken. Hier ist - heute auch experimentell und wiederholbar objektiv (s. "Geistheiler") - eine Grenze unseres Verstehens überschritten, die uns bei der Beantwortung der Frage, was Mensch, Geist und Bewußtsen eigentlich sei, sehr vorsichtig machen sollte. Leider sind diese Experimente nur wenigen bekannt, und Gelder oder gar Nobelpreise gibt es nicht für die weitere Erforschung dieser Phänomene. Die meisten Forscher haben sogar Angst davor, mit solcherart Forschung in die esoterische Schmuddelecke gestellt zu werden.

Ganzfeldforschung
Am interessantesten und überzeugendsten sind die Ergebnisse der sogenannten "Ganzfeldforschung" (s.dort). Sie beweisen, dass wir Menschen über Fähigkeiten verfügen, die physikalisch nicht erklärbar sind. Diese Experimente sichern die religiöse Parapsychologie durch objektive und wiederholbare Experimente ab. Die Ganzfeldforschung ist die solide Basis, auf der zukünftige Erklärungen paranormaler Phänomene fußen können.

Religiöse Parapsychologie
Für die Frage nach einem lebendigen Gott und seiner Beziehung zu uns sind mystisch-mediale parapsychologische Phänomene eindeutig vorrangig. Die Sendungskraft der Apostel und des Paulus sowie vieler folgender Priester und Theologen beruht auf dem Glauben an die Echtheit solcher Phänomene wie Jesus = Gottessohn, Wunder, Auferstehung, Pfingsten, Erscheinungen, Offenbarungen, Himmelfahrt uam. Allerdings liegen diese als transzendent empfundenen biblischen Phänomene im geschichtlichen Dunkel und entziehen sich einer genauen Analyse. Umso wichtiger ist, daß es diese Phänomene heute ebenfalls gibt, und wer Religion so ernst nimmt, wie dies Paulus und die Apostel getan haben, der sollte auch die heutigen mystisch-medialen Phänomene ernst nehmen. Dazu gehört die kritische Untersuchung von Fragen wie: Wo sind die Grenzen zwischen bewußt gestalteter Fantasie, unterbewußten Halluzinationen und echter Transzendenz? Wo ist die Grenze zwischen guter und schlechter transzendenter Information? Welche Kritierien haben wir für diese Fragen?

Beispiele für kritische Analysen dieser Art zeigen die Kapitel "Offenbarungen", "Nahtoderfahrungen", "Geistheiler" u.a.m.
Gegenteilige Beispiele dafür, wie wissenschaftliche Analyse auf Grund ideologischer Vorurteile zu übereilten und offensichtlich falschen Folgerungen kommen kann, zeigt das Kapitel "Hirnforschung".

Als Leitgedanken für diese Untersuchung möchte ich zwei Zitate voranstellen:
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nicht angeschaut haben.“(Alexander von Humboldt), und
Je mehr Phänomene eine Vorstellung umfaßt, desto wahrheitsähnlicher ist sie.“ (Karl Popper).
Wer sich mit mystisch-medialen Phänomenen nicht wirklich gründlich auseinandergesetzt hat, und zwar wesentlich gründlicher als dies die Kirchen und die heutige Naturwissenschaft tun, kann keine gültige Aussage darüber machen, was Mensch und Welt "im Innersten zusammenhält".

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