Über Juden, Eiszeit, Elektrizität,
über den Saturn und andere Probleme
in den Offenbarungen von Jakob Lorber.



Zur Startseite

Zum Autor

Zu Lesermeinungen

Zum Buch zur Webseite
- zum Inhalt des Buches
- zur Leseprobe

Fragen und Antworten:
Sind Medien schizophren?
Lorber Saturn u.a. fake news
Walsch Hitler, Holocaust u. Sex
Dudde Gericht u. ewige Hölle
Greber tolles Buch mit Fehlern
Wittek religiöse Sektierer
Quelle Reinkarnation wohin?
Seth Fake news zu Jesus u. Gott
Karma gibt es ein Karmagesetz?
Luzifer Satan u. ewige Hölle??

Briefkasten für Fragen u. Kritik

Wertvolle neue Offenbarungen:
Aus Liebe zu Gott
Lebensrat-Gottes
Walsch: "Gespräche mit Gott" ua.

Mit Jakob Lorber beginnt um 1840 die Zeit großer Offenbarungen bis heute.
Entsprechend war Lorber noch ein unerfahrenes Medium. Niemand sagte ihm, wie er sich vor falschen Geistwesen schützen könnte. Und auch Christus ließ sich von der aufkommenden Wissenschaftsbegeisterung anstecken in einer Weise, die uns heute ziemlich lächerlich erscheint (siehe unten).
Von meinem befreundeten Medium Matthaei weiß ich, dass auch Gott und Christus den Umgang mit Medien erst lernen müssen! Wer soll die Zielgruppe einer Offenbarung sein? Wie kann ich an Bekanntes anknüpfen? Sind Drohungen hilfreich? usw. So gibt es zu Lorber viel hämische Kritik, z.B. von Martin Wagner.

Diese Kritiken sind meist ein willkommener Grund, Neuoffenbarungen insgesamt abzulehnen. Wagner möchte die Bibel als Weisheitsbuch retten, andere bleiben atheistisch oder agnostisch.
Mein Weg ist: Andere, viele Offenbarungen helfen, unpassende Texte auszusieben und ihre Gründe zu verstehen. Daraus folgt ein neues und tieferes Verständnis. Es lohnt sich!

Auch muss man heute nicht mehr Lorber lesen. Bei ihm klingt Gott sehr konservativ und katholisch. 80 Jahre später bei Dudde und, noch später, bei Wittek gibt es unsinnige Anknüpfungen an den Zeitgeist nicht mehr (dafür andere Probleme, siehe Dudde und Wittek). Und die heutigen Offenbarungen wie Walsch "Gespräche mit Gott", Aus Liebe zu Gott oder Lebensrat-Gottes sind so vollendet, dass es nur noch Missverständnisse gibt, wenn jemand nicht gründlich liest.

Sind Juden wirklich Schweine?

"Ein Jude ist vollkommen ein Schwein, wie zum Anpissen."
Das soll wirklich Gott und Christus diktiert haben?
Nein, natürlich nicht!, sagt mein medial begabter und erfahrener Freund.
Medien sind je nach Stimmung für sehr verschiedene Geistwesen empfänglich.
Sehr deutlich wird das bei dem berühmten Medium Mirabelli (s. Wikipedia). Sogar Jesus wurde von falschen Geistern versucht.

Frau Wittek erhielt die Warnung: "Sobald der Mensch neugierig wird, zieht er durch diese Energie Seelen aus verschiedenen Bereichen an. Aus diesen können ihn dann auch niedere Wesen beeinflussen. Sofern der Mensch labil ist, kann er sogar durch solche Wesen besessen werden. Richte dich nur auf das höchste Licht aus."
Auch Paulus kannte das Problem: "Deshalb erkläre ich euch, dass niemand, der durch einen heiligen Geist redet, sagen kann: Verflucht sei Christus, und kein anderer zu sagen vermag: Jesus ist der Herr." 1.Kor.12
Hätte Lorber diese Regeln gekannt, hätte er viele Freunde behalten.

Zu den astronomischen Daten des Saturn

Die falschen astronomischen Daten werden von Kritikern gerne genüsslich zitiert. Manche Lorberianer sind wegen des Saturnproblems und anderer, ähnlicher Probleme zu Atheisten geworden. Wie schade! Der Fehler ist: Viele meinen, Gott sei allwissend. Aber das ist falsch!
Die astronomischen Daten des Saturn werden mit irdischen Instrumenten und Maßen ermittelt. Sie gelten nicht absolut. Es gab damals in Europa mehrere verschiedene Meilen. Und alle Daten gelten nur solange, wie sie nicht durch genauere ersetzt werden.

Um 1840 waren erst 7 Monde bekannt. Woher wusste das Gott?
Ganz gewiss aus einem Gedächtnis!
Vielleicht von Lorber, vielleicht von den damals berühmten Astronomen Arago oder Herschel, vielleicht aus der Akasha-Chronik ... Leider sagt es uns Gott nicht.
Gleiches gilt für Entfernungen, Umlaufzeiten und anderes. Alles sind irdisch-menschlich erzeugte, teils statistisch gemittelte Werte, die Gott und andere Geistwesen nur aus 'Gedächtnissen' lesen und wissen kann. Auch wüsste Gott nicht, wo aufhören mit zählen, da Astronomen Monde und Planeten nur ab einer gewissen Größe zählen, es aber auch kleine und kleinste gibt.
Die Lorber-Fans halten diese Interpretation zwar für falsch, weil sie an die Allwissenheit Gottes glauben. Aber die Tatsachen (und Gott selbst!) sprechen gegen die Allwissenheit Gottes in irdischen Dingen. Sie ist ein theologisches Konstrukt aus dem Mittelalter, reine Fantasie.
Ausführlich dargestellt wird dieses Problem im Buch zur Webseite (s. links oben).

Zur Beschaffenheit des Saturn

Im Folgenden (Sa.01_002,02) beschreibt Gott den Saturn selbst: „Sehet also seine Oberfläche - der größte Teil ist Wasser - es gibt Schnee und Eis - die Mittelzone ist bewohnbar - es gibt Bäume, Früchte, Tiere - “.
Aber der Saturn ist ein Gas-Planet! Kein Wasser, keine Bäume, keine Tiere ...
Die Lorberianer sagen, man müsse diese Texte "mit dem Herzen lesen".
Aber mein Herz hilft auch nicht weiter.
Aufklärung finde ich 100 Jahre später in Bertha Duddes Text 1008, der erstaunlicherweise ebenfalls den Saturn betrifft. Gott sagt hier ausdrücklich, dass wir den Saturn niemals selbst erforschen können, denn das sei „Aufgabe eines diesen bewohnenden höheren geistigen Wesens“, dass „die Menschen für den Umfang des Saturns keinen Maßstab haben“ und dass „der Grundstoff dieses Gestirns mit dem der Erde nicht übereinstimmt“.

Da schüttet nun Martin Wagner seinen ganzen Spott darüber und überliest dabei die Lösung: dass „der Grundstoff dieses Gestirns mit dem der Erde nicht übereinstimmt“.

Gott beschreibt eindeutig nicht den materiellen Gasplaneten, sondern einen ortsgleichen immateriellen Parallelplaneten mit anderen physikalischen Parametern!
Das kennen wir auch aus medialen Berichten unserer Erde. Auch unsere materielle Erde ist in eine immaterielle Parallelerde eingebettet, in der sich die Seelen erdgebundener Verstorbener aufhalten. Und in anderen planetarischen Parallelwelten existieren die als Außerirdische bekannten Seelen. Auch Lorbers Zeitgenosse Mayerhofer bringt ausführliche mediale Beschreibungen immaterieller Planeten und Naturen.

Aber warum kann Gott die Geistsphäre des Saturn so genau beschreiben, jedoch seine materiellen Monde nicht zählen?
Hierzu diktiert Gott weiter (Dudde 1008): „Geistig gibt es keine Schranken, die einen Weltkörper vom andern trennen. Der weite Raum zwischen zwei Weltkörpern ist kein Hindernis, dass sich geistige Wesen miteinander verständigen können und gegenseitig sich Aufschluss geben über die von ihnen bewohnte Welt und ihre Beschaffenheit.“
Der geistige Gott kennt demnach die immaterielle Sphäre des Saturn aus eigener Anschauung, aber „Schranken“ trennen die materielle Sicht. Dafür braucht auch Gott den Homo Sapiens als externen Beobachter.

Gottes Allwissenheit ist also menschliche Fantasie. Wer Kinder zeugt, muss kein Mediziner sein, und wer eine Welt erschafft kein Astrophysiker. Christus und Gott sind zwar sehr gute Geistphysiker (s. Buch zur Webseite). Aber die Begriffe, in denen wir Menschen Detailwissen unserer Welt formulieren – km, Stunden, Jahre usw. – kann Gott nur durch Teilhabe an unserem zeitgemäßen Denken kennen. Die gern gehegte Vorstellung, dass unser begrifflicher Erkenntnisfortschritt – Daten und Formeln, unser Wissen über die Natur – sich allmählich einem Gesamtwissen nähern, das Gott und Christus schon lange kennen, ist offensichtlich falsch.

Aber Gott und Christus können mit uns Detailwissen erarbeiten. So gibt es bestimmte Engel, der griechische Mystiker Daskalos nannte sie Superintelligenzen, die physikalische und geistphysikalische Daten ermitteln und ändern können. Auf diese Weise arbeiten z.B. Gott und Christus mit dem Medium Matthaei in Projekten zur Bekämpfung von Virenkrankheiten und zu den geistphysikalischen Prozessen der Evolution der Ganzen Wirklichkeit, oder Christus mit außerirdischen Seelen im Sonnenprojekt (s. Lebensrat-Gottes).

Zu Elektrizität, Fliege, Sonnenflecken und anderem Unsinn

Es bleibt noch die Frage, warum überhaupt Gott und Christus uns bei Lorber über so viele (falsche) Vorstellungen um 1840 belehren (z.B. Sonnenflecken und Klima, Entstehung der Alpenseen, Elektrizität und Fliegen, Vogelflug uam.). Das ist aus heutiger Sicht richtig peinlich. Haben da vielleicht auch falsche, bösartige Geistwesen mit Lorber Spaß gemacht?

Ich sehe das sehr menschlich: Lorbers Generation war fasziniert von der aufkommenden Naturwissenschaft. Da gab es noch jede Menge falscher Theorien. Offensichtlich waren Gott und Christus von diesem (damaligen) Menschenwissen, egal ob richtig oder falsch, ebenso fasziniert und wollten uns teilhaben lassen an ihrer Begeisterung. Schließlich sind Gott und Christus selbst gute Supra-Naturwissenschaftler der geistigen Welten. Aber für unsere Welt brauchen sie uns Menschen. Sie sind nicht allwissend!

Zum Saturn-Text sagt Gott in Sa.01_001,13: „Ich möchte beim Leser einen frommen und dankbaren Sinn entwickeln ... Durch diese Offenbarung werdet ihr den [geistigen] Saturn von einer so großartigen Seite kennen lernen, dass ihr euch darüber kaum werdet zu atmen getrauen. Ja, Ich sage euch, machet euch nur auf sehr Großes gefasst und bereitet euer Gemüt vor! Wo so große Dinge von Mir geoffenbart werden, da gehören auch große Gemüter dazu, um das Große zu fassen und zu würdigen. Und dann werdet ihr ein wenig einzusehen anfangen, was die Stelle im Evangelium besagt, die da heißt: »Keines Menschen Auge hat es gesehen, keines Menschen Ohr gehört, und noch nie ist es in eines Menschen Herz und Sinn gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben!“.

Ist das nicht eine wunderbare Verheißung für das Leben in geistigen Welten? Gott wünscht sich sehnlichst, dass wir Seelen zurückkehren zu ihm, dass wir "ihn lieben". Er zeigt in diesem Text - und in vielen anderen ähnlich - sein großes Mitleid mit uns, die wir im Erdenleben und nach soundsoviel Reinkarnationen sooo weit entfernt von IHM existieren. Aber er kann uns nicht holen, den Pfad der Liebe müssen wir selbst finden, er kann nur unsere freiwillige Sehnsucht wecken.
Dieses Motiv passt auch zu den anderen pseudo-naturwissenschaftlichen Themen. Dass dieses (Pseudo-)Wissen im Gedächtnis irgendwelcher Zeitgenossen Lorbers großenteils noch falsch war, konnte Christus (ebenfalls kein Allwissender in weltlichen Dingen) damals noch nicht wissen. Wir halten ja auch viel Falsches für richtig, nur weil es jemand irgendwo überzeugend darstellt.

~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~ + ~ ~ ~ ~

Gute Antworten brauchen viele Zitate aus modernen Offenbarungen von Gott und Christus.
Aus über acht Offenbarungen zitiere ich ausführlich in meinen Buch Über Seele und Gott.
Hinweise, Fragen oder Kritik zu dieser Seite bitte hier.